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Trigger
Wir kennen sie alle - die Triggerpunkte. Ein Wort, ein Blick, eine Begegnung und wir werden aus der Bahn geworfen. Ob es unscheinbar kleine Dinge oder Panikattacken sind: in uns reagiert etwas. Die Angst. Angst vor Blossstellung, Angst vor Ablehnung oder auch Menschenfurcht. Angst hemmt uns und führt zur Scham. Scham ist ein sehr unangenehmes Gefühl und müssen wir vermeiden. Wir betätigen unseren Schutzmechanismus, den wir über Jahre gut einstudiert haben. Ob Aktiv oder Passiv, dieser Schutzmechanismus verletzt unser Gegenüber und wir üben uns im Schlagabtausch. Rechtfertigung, Schweigen, Sarkasmus und Manipulation sind nur einige Beispiele davon. Wir verletzen und werden verletzt.
Schon Adam und Eva waren in diesem Kreislauf gefangen. Sie haben einen Fehler begangen und hatten als Folge Angst, entdeckt zu werden. Die Scham, blossgestellt und einen Fehler gemacht zu haben, hemmte sie und führte dazu, dass sie sich mit Blätter bedecken mussten, ihr Selbstschutz. Mit diesem Selbstschutz kam eine Distanz rein in die Beziehungen. Ja - wir sind nicht mehr echt und somit auch nicht mehr nahbar. Konflikte und Beziehungsprobleme sind die Folgen.
Wie kommen wir aus diesem Kreislauf raus?
Erkenne deinen Schutzmechanismus. Was ist dein Angstfeld? Wo ist die Scham? Finde heraus, wie du anders reagieren kannst. Manchmal braucht es Heilung, Erkenntnis oder ein Feedback von Aussen.
Ist der Schutzmechanismus nicht mehr notwendig, haben die Scham und die Angst auch keinen Platz mehr. Und das hat viel mit unserer Identität zu tun.
Für mich bedeutet das Freiheit. Den Schlagabtausch benötige ich nicht mehr, denn ich muss mich nicht mehr selber schützen. Doch das ist eine tägliche Entscheidung.
Dezember 2025